Shoppen statt Beschaffen

Dr. Richard Scharmann, Vorstandsvorsitzender der PBS Holding, beleuchtete die Wettbewerbssituation im europäischen PBS-Markt.

Mit Persönlichkeit und mehr Individualität wollen die Büroprofis den Wettbewerbern im Internet Paroli bieten. Bei ihrem Partnertreffen in Berlin-Spandau steckte die PBS Deutschland als Büroprofi-Systemgeber ihre Ziele und Projekte für 2017 ab.

 

Es gehört zur guten Tradition, dass sich die Büroprofi-Partner einmal im Jahr zum Gedankenaustausch versammeln. Am 21. und 22. Oktober war es wieder soweit. Diesen Herbst trafen sich die Händler in Berlin-Spandau. Mit dabei waren auch wieder die Golden Partner aus der Industrie, die in der Lieferantenausstellung oder den Workshops den Fachhändler Informationen aus erster Hand boten.

 

PBS Deutschland-Geschäftsführer Harald Pölz zog in seiner Präsentation eine Bilanz der letzten zwölf Monate und berichtete über die erreichten Ziele. In seinem Ausblick setzte er die wichtigsten Punkte auf die Agenda der kommenden Monate. Dazu zählt in erster Linie die Umsetzung eines zentralen Online-Shops sowie der Aufbau eines Online-Marketings, der Newsletter für Endkunden und die enge Verbindung von Print- und Online-Medien. „Die Relevanz des Internets wird weiter zunehmen, Suchmaschinen sind wichtige Anlaufstellen für erste Recherchezwecke“, sagte Pölz. Umsatz koste Geld, deshalb sei die billigste Variante, wenn der Kunde seine Bestellung online aufgebe.

 

Die Büroprofi-Partner werden deshalb die Vorteile der einzelnen Händler in einem zentralen Shop bündeln. Hochwertige und informative Inhalte seien hier die gemeinsame Chance bei Google ganz oben mitzuspielen, ohne hohe Summen für Werbung auszugeben. Die Pilotphase starte im Mai des nächsten Jahres. Ziel sei es, erklärte Harald Pölz, eine emotionale Bindung zwischen Händler und Kunden zu schaffen. Eine außergewöhnliche und personalisierte Interaktion mit den Kunden in einer sich schnell wandelnden Branche sei künftig besonders wichtig. „Shoppen statt Beschaffen“ heiße deshalb die Devise. Am Ende stünde die Steigerung des Umsatzes jedes einzelnen Partners sowie die Gewinnung von Neukunden. „Konzentrieren Sie sich auf den Vertrieb, wir kümmern uns um den Rest“, stellte Harald Pölz abschließend fest, bevor Dr. Richard Scharmann, Vorstandsvorsitzender der Muttergesellschaft PBS Holding AG aus Wels in Österreich, die Wettbewerbssituation im europäischen Bürobedarfsmarkt detailliert erklärte und mit eigenen Erfahrungen ergänzte. Während die PBS Holding im Normalbetrieb laufe („Akquisitionen sind derzeit keine in Sicht“), beschäftigten sich die globalen Wettbewerber sehr stark mit sich selbst. Dr. Scharmann zeigte den Geschäftsverlauf der PBS Holding auf und scheute sich dabei nicht, Probleme und Sortimentsentwicklungen aufzuzeigen, um schließlich festzustellen: „In der Summe schaffen wir am Ende des Tages mit Ihnen ein Plus.“ In der Digitalisierung sieht der Vorstandsvorsitzende noch ein großes Potenzial, dass aber bislang nicht ausreichend genutzt werde.

 

Harald Pölz, PBS Deutschland-Geschäftsführer, Kishor Shridhar und Dorothee Zarpke (v. rechts).

 

Am Samstag erläuterte Büroprofi-Konzeptbetreuerin Anke Märtens-Weßel in ihren Ausführungen „Persönlichkeit und Individualität als wichtigster Erfolgsfaktor“ die neue Werbekampagne der Marketinggruppe, die ganz auf die Persönlichkeit der Fachhändler setzt. Auf den entsprechenden Internetseiten können die einzelnen Partnerunternehmen zudem ihre Stärken darstellen. Der Webshop sei derzeit das größte Projekt der Büroprofi-Händler. Der integrierte Newsletter liefere in Zukunft zentral gesteuerte Inhalte, der dann gezielt an die Kunden der Händler versendet werde. Der Content sei besonders wichtig, erklärte Anke Märtens-Weßel weiter, um auch beim Internetkauf Emotionen beim Kunden aufzubauen.

 

Kommunikation und Erfahrungsaustausch stand am Abend auf der Agenda.

Passend dazu hatte die PBS Deutschland den Referenten Kishor Shridhar („Der kleine Unterschied! Wie Frauen entscheiden und Männer kaufen“) eingeladen. Shridhar untersuchte die verschiedenen Verhaltensweisen von Männern und Frauen und wie sich das im Vertrieb umsetzen lässt. Männer setzen dabei auf Hierarchien, „es geht um gewinnen und verlieren“, während Frauen „eher vernetzt denken“. Kaufen sei wie eine Jagd. Er erläuterte, warum Frauen eher von Persönlichkeiten kaufen und warum sie die besten Verkäufer sind. Er lobte deshalb die neue Büroprofi-Kampagne, die genau hier ansetze.

 

Anke Märtens-Weßel zeigte die Erfolgsfaktoren der Büroprofi-Partner auf.

Auf großes Interesse stieß der Programmpunkt von Dorothee Zarpke aus Hannover („Gesagtes ist nicht gleich Gehörtes! Die Stimme als Erfolgsinstrument“). Die ausgebildete Schauspielerin hat sich auf die Stimme und Körpersprache spezialisiert und gab viele Anregungen und Tipps, die Stimme im Alltag und in der Kommunikation mit den Kunden richtig einzusetzen. „Sie können mit ihrer Stimme begeistern“, sagte Dorothee Zarpke, die Menschen aus allen Bereichen und Berufen zu einem erfolgreichen Auftritt verhilft.

 

bueroprofi-deutschland.de

 

Quelle: pbs Report 12-2016

Author: Michael Collette

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